Akkreditierung von
Journalisten und Bloggern

Akkreditierung von Journalisten und Bloggerprogramm

Als Veranstalter im Themenfeld Web 2.0 haben wir uns immer wieder mit der Frage beschäftigt, wie wir mit Bloggern & Journalisten und den Anfragen hinsichtlich kostenfreier Zugänge zu unseren Konferenzen zwecks Berichterstattung umgehen. Zu Bloggern zählen wir in diesem Zusammenhang auch Podcaster und Videocaster, die blogähnlich oder via Blog kommunizieren.

Wir haben das lange Zeit jeweils auf Anfrage einzelner Interessierter entschieden. Das ist sicher auch ein gangbarer Weg, wird aber nicht immer den Interessen von allen optimal gerecht und benachteiligt auch diejenige, die nicht besonders aktiv nach Zutritt fragen. Deshalb haben wir uns nun dazu entschlossen, unsere Richtlinien für Blogger und Journalisten hier offenzulegen.

Journalisten

Journalisten sind für uns nicht alle diejenigen, die einen gültigen Presseausweis besitzen, sondern diejenigen, die hauptberuflich davon leben, dass sie journalistisch arbeiten. Auf unsere Veranstaltungen akkreditieren wir gerne Journalisten, die für Publikationen arbeiten, die in dem Themenfeld hauptsächlich publizieren, um das sich die Veranstaltung dreht. Anders gesagt, wenn die Publikation dieselbe oder ähnliche Zielgruppe wie der Kongress adressiert, dann ist das für uns eine Akkreditierung wert. Dann erreicht eine etwaige Berichterstattung über die Themen ja auch die richtigen Leser/innen. Die Anzahl der Akkreditierungen begrenzt sich dabei in der Regel durch die knappen Zeitbudgets von hauptberuflichen Journalisten und die limitierte Anzahl Publikationen, die zu einer gegebenen Konferenz passen.

Blogger

Bei Bloggern ist die Sache etwas komplexer. Denn es gibt wenige bis gar keine Blogger, die Bloggen an sich hauptberuflich betreiben. Wäre ja auch ein ad absurdum. Blogger haben meist noch andere Jobs, Sie sind Gründer, Angestellte oder Berater, manche auch hauptberufliche Journalisten, um nur vier Möglichkeiten zu nennen. Es gibt noch viele mehr, z.B. Schüler oder Studenten.

Wir finden Konferenzen eignen sich besonders gut dazu, eine Win-Win Situation oder altdeutsch ein Geben und Nehmen mit Bloggern zu erreichen. Wir freuen uns über die Publizität, die wir vor, während und nach der Konferenz über die Blogs erhalten können, die dann ja per Blogdefinition auch noch inhaltlicher Natur ist. Der Blogger/die Bloggerin freut sich (hoffentlich) über die kostenlose Teilnahme an einer Veranstaltung, die inhaltlich wertig ist und auch wieder Futter für die eigenen Blogthemen bietet. Dazu stellt eine Veranstaltung ja auch für Blogger eine gute Vernetzungsplattform in der nichtvirtuellen Welt dar.

Folgende Kriterien finden wir daher ganz hilfreich, um eine kostenlose Bloggerteilnahme zu gewährleisten:

  • Die Bedeutung /Reichweite und der Einfluß (Influence) des Blogs
  • Eine möglichst hohe Themenaffinität zum Konferenzthema.
  • Die seitens des Bloggers/der Bloggerin genannte Motivation über und im Umfeld der Konferenz zu kommunizieren
  • Der Zeitpunkt, wenn uns der Blogger/die Bloggerin ein Teilnahmeinteresse signalisiert (wer früh dran ist wird bevorzugt).

Wir limitieren die Teilnahme von Bloggern auf drei bis fünf kostenlose Teilnahmen pro Veranstaltung. Dieses hängt von der Veranstaltungsgesamtgröße ab.

WAS WIR ERWARTEN und NICHT ERWARTEN

Wir haben folgende konkrete Erwartungen an Blogger und Journalisten:

  • Es sollte auf dem Blog kein vollständiges oder quasi vollständiges Transkript der Konferenz erstellt werden. Wir freuen uns über Zusammenfassungen oder auch Transkripts einzelner Tracks. Hintergrund ist, dass wir ein Wiki mit einem kompletten Transkript erstellen und diesen Content nur bestimmten Personen (z.B. Teilnehmern) zugänglich machen möchten. Bei kostenpflichtigen Konferenzen mit wertigem Content halten wir das für legitim. Dieses schließt eine umfangreiche Berichterstattung von der Konferenz seitens Bloggern und Journalisten nicht aus, aber eine komplette Dokumentation aller Inhalte möchten wir uns als Veranstalter gerne vorbehalten.
  • Auf unseren Konferenzen werden häufig Best Practices gezeigt, z.B. auch mit Folien und Inhalten (z.B. Einblicke in Intranets), die nicht öffentlich publiziert werden sollen. Daher bitten wir beim Abfotografieren von Folien und der Publizierung der Fotos im Netz kurz mit dem Referenten Rücksprache zu halten, ob das ok ist. Wir weisen die Referenten im Gegenzug auch darauf hin, möglichst anzusagen, wenn Foliensätze oder gesprochene Inhalte konkret nicht über den Raum hinaus publiziert werden sollen. Nur so können wir gewährleisten, dass Referenten aus Anwenderunternehmen sich auch öffnen und Themen mit den Konferenzteilnehmern diskutieren, die nicht für die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt sind, aber einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Unternehmen geben.
  • Blogger bitten wir darum, das Konferenzbanner bzw. -logo ab dem Moment der Zusage einer kostenlosen Teilnahme und während der Konferenz auf der Hauptseite des Blogs zu zeigen mit einem Link zur Veranstaltungsseite. Gerne veröffentlichen wir natürlich auf der Veranstaltungsseite auch eine Blogroll/Twitterroll, wo wir die anwesenden Blogger featuren.
  • Wir erwarten von den anwesenden Bloggern und Journalisten nicht, dass Sie in unsere Systeme publizieren oder für uns Content produzieren, der in unser Wiki, Blog, Twitter reinläuft. Dafür haben wir eigene Personen vor Ort, die das für uns dokumentieren.
  • Wir stellen den Bloggern einen WLAN Anschluss kostenlos zur Verfügung und haben auch immer Plätze am Rand mit Mehrfachsteckdosen.
  • Wir haben bewußt nicht zwischen angestellten, freiberuflichen, studentischen Bloggern oder auch anderen unterschieden, da eine solche Unterscheidung für uns wenig Sinn macht. Es ist klar, dass Blogger meist noch etwas anderes für den Lebensunterhalt tun. Wenn ein Blogger aber in einem DAX 30 Unternehmen arbeitet, könnte er eventuell über sein Unternehmen ein Ticket kaufen. Aber wir sehen nicht ein, wo wir da eine Grenze ziehen sollten, also interessiert uns bei der Auswahl nicht was der Blogger sonst so beruflich tut und ob sich seine Firma ein Ticket leisten könnte oder nicht. Nur die vorgenannten Kriterien zählen für uns. Die sind schon subjektiv genug und wir werden uns um bestmögliche Fairness bemühen.

Die Auswahl wer ein kostenloses Bloggerticket bekommt, treffen wir rechtzeitig vor der Konferenz, wenn uns einige Anfragen vorliegen, damit auch Planungssicherheit hinsichtlich Reise etc. ist.

Wir hoffen damit eine transparente Lösung für diese Frage gefunden zu haben. Feedback am besten an mich, den Autor (Thomas Koch tk@kongressmedia.de). Wir sind anderen Überlegungen und Argumenten gegenüber offen, wissen aber auch um die Komplexität dieser Fragen und die Notwendigkeit einer gangbaren und auch praktizierbaren Lösung.